Herzlich willkommen beim Sängerbund

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Im Jahre 1862 gründeten sangesfreudige Männer aus Oberrotweil den Männergesangverein "Sängerbund". Das Original der Statuten vom Jahr 1862, in dem 19 Gründungsmitglieder unterzeichneten, findet sich noch bei unseren Akten. 1. Vorstand war Josef Landerer, die Dirigentschaft lag in den Händen von Hauptlehrer Köbele. Die Statuten sind mit einer Stempelaufschrift "Großherzogtum Baden" und einem Kontrollstempel versehen, was zeigt, dass der Verein vom damaligen Bezirksamt genehmigt wurde. 

Das ist das älteste Bild von unserem Verein. Das Aufnahmedatum und die Personen sind leider nicht mehr bekannt.

Auch ist es nicht möglich, die Geschehnisse unseres Vereins vor der Jahrhundertwende genau darzustellen, da keine Protokolle mehr vorhanden sind. Diese dürften in den Wirren der Kriege verloren gegangen sein.

In den 60er Jahren des selben Jahrhunderts hat der Verein seine erste Fahnenweihe abgehalten. Die genaue Jahreszahl ist nicht mehr zu ermitteln, die Fahne ist aber bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges vorhanden gewesen und musste dann für die sogenannte Spinnstoffsammlung abgegeben werden.

Im Jahre 1865 stiftete ein Herr Fichter aus Achkarren ein Trinkhorn, welches sich noch heute in unserem Besitz befindet. Die Gravierung auf dem Horn, die noch gut zu lesen ist, lautet: 

F. Fichter s/m · Gesangverein Rothweil 1865

Im Jahre 1897 fand die zweite Fahnenweihe statt. Diese Fahne haben wir noch im Besitz.

Von Hauptlehrer Adolf Bill, der den Chor mehrmals selbst mehrere Jahre zwischen 1891 und 1924 als Dirigent leitete, stammt das Lied  "O Kaiserstuhl Heimat, wie bist du so schön", das wir noch heute in unserem Repertoire haben.

Im August 1912 wurde das 50jährige Jubiläum gefeiert, verbunden mit dem 20jährigen Bestehen der damaligen Kaiserstühler Sängerrunde.

Bei Kriegsausbruch im Jahre 1914 kam das Vereinsleben zum Erliegen, bis  am 22. Dezember 1919 die erste Generalversammlung nach dem Krieg stattfand. Laut Protokoll konnte die Dirigentenfrage nicht zufriedenstellend geregelt werden, so dass ein mehrfacher Dirigentenwechsel dem Verein größte Sorgen bereitete, bis dann 1929 Karl Klaus aus Bischoffingen die musikalische Leitung übernahm.

Im Jahr 1932 fand die dritte Fahnenweihe statt, die ebenfalls mit einem Sängertag der Kaiserstühler Sängerrunde verbunden war.

Der Ausbruch des zweiten Weltkriegs brachte das vorläufige Ende der Vereinstätigkeit, da die meisten Sänger zum Wehrdienst einrücken mussten. So wurden auch bis Kriegsende keine Protokolle geführt. Während des Krieges wurden die beiden heute noch erhaltenen Fahnen im Heustock von Bruno Landerer versteckt, um sie vor der Spinnstoffsammlung zu bewahren. Dort haben die Fahnen allerdings sehr gelitten, sodass die von 1912 sehr hinfällig ist. Die Fahne von 1932 musste später mit erheblichem Geldaufwand restauriert werden.

Im März 1947 fanden sich die Sänger wieder zusammen. Karl Klaus übernahm erneut die musikalische Leitung und am 28. Dezember 1947 fand die erste Generalversammlung mit der Neugründung des Vereins statt, wo der Schmiedemeister Max Durm zum 1. Vorstand gewählt wurde. Eine große Zahl sangesfreudiger Männer traten dem Verein bei.

Auf Anregung des Breisgauer Sängerbunds lud Oberrotweil am 31. Oktober 1948 zum ersten Herbstsängertag am Kaiserstuhl ein, an dem sich 30 Verein mit etwa 1500 Sängern beteiligten.

Am 18. September 1949 stellte sich der Verein zum ersten Wertungssingen nach dem Krieg in Staufen und erreichte bei stärkster Konkurrenz den 2. Platz.

Im Jahr 1951 beteiligten wir uns beim MGV Endingen an einem Ehrensingen und errangen in der Klasse "Erschwerter Volksgesang" einen 6. Preis.

Bei weiteren Wettsingen des Breisgauer Sängerbundes 1954 in Ihringen und Bötzingen wurde jedes Mal dank der intensiven gesanglichen Schulung durch Chorleiter Karl Klaus der 2. Platz erzielt.

 

Im Jahre 1960 gab es in der Vereinsführung sowie in der musikalischen Leitung einen Wechsel. Der verdienstvolle 1. Vorstand Max Durm stellte in der Generalversammlung am 13. März aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung, welches Ewald Räpple übernahm. Chormeister Karl Klaus, der den Verein nun 31 Jahre lang mit bestem Erfolg geleitet hatte, erklärte mit Rücksicht auf sein Alter und seinen Gesundheitszustand zum 1. November das Ende seiner Dirigententätigkeit. Als neuer Chorleiter übernahm der Oberrotweiler Hauptlehrer Helmut Schmieder den Verein. Bereits am 29. Januar 1961 fand unter seiner Leitung das erste Konzert statt, bei welchem Karl Klaus verabschiedet und zum Ehrendirigenten ernannt wurde.
Ehrenvorstand Max Durm

 

Am 2. Juli beteiligte sich der Verein an einem Wertungssingen in Merzhausen und errang den 1. Platz. Dieser große Erfolg gab dem Verein einen gewaltigen Aufschwung, vierzehn junge Männer erklärten spontan ihren Beitritt als aktive Mitglieder.

Vom 11. bis 14. Mai 1962 wurde das 100jährige Bestehen unseres Sängerbundes gefeiert. Beim damaligen Festkonzert wurde dem Verein die vom Bundespräsidenten und der Bundesrepublik Deutschland gestiftete Zelter-Plakette verliehen.

Während der Generalversammlung am 20.März 1978 wurde beschlossen, einen Kinder- und Jugendchor ins Leben zu rufen.

1979 gab sich der Sängerbund eine neue Satzung, die am 31. Januar 1980 bekannt gegeben wurde: der Sängerbund Oberrotweil war nun ein eingetragener Verein.

Im Jahre 1987 wurde im August mit einem Jubiläumsfest, einem Freundschaftssingen und einem großen Umzug das 125- jährige Bestehen gefeiert.  

Sängerbund Oberrotweil im Jahre 1987

 

 

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